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Modernisierungsoffensive in der Fernwärme

30.06.2026

Um die Wärmeversorgung im Berliner Westen langfristig zu sichern, startet die BEW Berliner Energie und Wärme GmbH ein umfangreiches Infrastrukturprojekt. Die Schachtbauwerke im Bereich der Lietzenburger Straße müssen aufgrund irreparabler Schäden komplett durch moderne Ersatzneubauten ausgetauscht werden. Gleichzeitig werden die Kapazitäten der Fernwärmeleitungen deutlich erweitert.

Versorgungssicherheit durch Provisorien
Damit die Heizungen der Anwohner während der Bauphase nicht kalt bleiben, beginnt jedes der beiden Vorhaben mit einer logistischen Vorleistung: dem Aufbau oberirdischer Rohrleitungsprovisorien. Erst wenn diese temporären Leitungen sicher an das bestehende Netz angebunden sind und die Wärmeversorgung stabil umgeleitet wurde, startet der eigentliche Tiefbau.

Baustellensicherung und Tiefbauarbeiten
Aufgrund der dichten innerstädtischen Bebauung kommen spezifische technische Verfahren zum Einsatz:

Erschütterungsüberwachung
An den umliegenden Gebäuden wurde eine kontinuierliche Frequenzüberwachung installiert. Diese Sensoren messen Vibrationen in Echtzeit, um bei einer Überschreitung der Grenzwerte sofort intervenieren zu können.

Baugrubenverbau
Die Sicherung der Baugruben erfolgt durch Spundwände, die mittels einer Seitengrifframme eingebracht werden. Dieses Verfahren ermöglicht ein präzises Arbeiten auf engem Raum.

Grundwasserschutz
Zur Abdichtung der Baugruben gegen das Grundwasser wird eine Unterwasserbetonsohle eingebaut.

Kapazitätserweiterung und moderner Innenausbau
In den gesicherten Baugruben entstehen die neuen Schachtbauwerke mit Innenmaßen von bis zu 5,60 × 6,00 Metern. Parallel zum Betonbau der Schachtwände und -decken erfolgt der Innenausbau sowie die Verlegung der neuen Trassen. Besonders bei einem Standort nutzt die BEW die Baumaßnahme für ein Upgrade: Die alten Leitungen werden durch moderne Kunststoffmantelrohre (KMR) mit deutlich größeren Nennweiten von bis zu DN 600 ersetzt. Diese Vergrößerung der Leitungskapazitäten ist ein wichtiger Schritt, um das Fernwärmenetz fit für die steigenden Anforderungen der Stadt zu machen.

Nachhaltiger Rückbau und Wiederherstellung
Insgesamt werden im Zuge der Arbeiten rund 125 Meter neue Trassenwege sowie fünf Übergangsbauwerke geschaffen. Die Übergangsbauwerke realisieren dann den Übergang vom KMR auf den alten Heizkanal. Nach der Einbindung der neuen Leitungen werden die provisorischen oberirdischen Rohre zurückgebaut und die betroffenen Straßen- und Gehwegoberflächen fachgerecht wiederhergestellt. Mit diesem Großprojekt investiert die BEW in eine robuste und zukunftssichere Energieinfrastruktur direkt vor Ort in Charlottenburg.
Wir bedanken uns für die sehr gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten der BEW und freuen uns auf die weitere Umsetzung.

Eckdaten
Projekt: Erneuerung Fernwärme-Knotenpunkte
Auftraggeber: Berliner Energie und Wärme GmbH
Auftragnehmer: Stehmeyer + Bischoff Berlin GmbH & Co. KG
Zeitraum: Oktober 2025 – November 2026

GERÄTEEINSATZ
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